Juli
18

In letzter Zeit erhalte ich wieder einmal verstärkt Anfragen zum Linktausch. Generell bin ich dem immer offen und Tausche themenrelevant auch gerne. Aber dazu muss dann auch bitte die Anfrage stimmen. Die meisten Anfragen erhalten ich mittels völlig schlecht geschrieben Inhalten von automatischen Scripten. Was meint Ihr wie die Antwort lautet? Nein? Falsch! Denn es gibt keine Antwort. Sicherlich werde ich mir keine Mühe machen jemanden zu antworten, der selber nicht bereit ist Zeit zu investieren.

Anders sieht es aus bei Anfragen die vielleicht (etwas) unpassend, aber sonst eigentlich nett geschrieben sind. Da kann man schon einmal gucken wie die Seite aussieht, wer dahinter steht und ob man vielleicht nicht ein anderes, besser passendes, Projekt hat. Von einigen Bekannten habe ich schon ähnliches Verhalten wahrgenommen und ich denke der in Deutschland kritisierte Linkgeiz wird eben durch sowas nur gestärkt. Wenn Ihr also ein neues Projekt an den Start bringt, oder einfach nur weiter pushen wollt macht Euch die Mühe ein paar intelligente Anfragen zu schreiben.

Wenn ich 100 Webmaster aus den SERPS anschreibe, kriegen die TOP10 Treffer auch eine individuelle Antwort. Immerhin sind das die stärksten Seiten zu meinen Wunsch-Keyword. Platz 40 wird da eben uninteressanter, aber immer noch ein Link sein. Daher kann man bei den hinteren Plätzen auch schon mal aus einen Pool von vorformulierten Anfragen auswählen, wenn Sie denn auch zutreffend sind. Ein “ich bin regelmäßig auf Deiner Seite um mich über die aktuellen News zu informieren”, wenn die Seite vor 2 Jahren das letzte Update hatte ist eventuell suboptimal.

Auch solltet Ihr Euch die Mühe machen, die Webmaster vorher in eine Liste zu schreiben. Guckt ins Impressum und ins Whois um den Webmaster ausfindig zu machen. Sprecht ihn/sie persönlich an und schafft so eine Beziehung zwischen Euch. Wenn man sich “bekannt” vorkommt oder gar einen (nicht zu schleimigen) Fan empfindet wird man ihm/ihr auch eher einen Gefallen tun. Gerade wenn es nur ein Link zu einer ähnlichen Seite ist. Worauf Ihr auch auf jeden Fall achten solltet, ist das es Webmaster gibt die 1-2 Webseiten haben. Es darf Euch also nicht passieren, dass Ihr eine Person 2x die gleiche oder eine sehr ähnliche Email schreibt. Auch solltet Ihr die gewonnen Daten speichern, denn vielleicht schreibt trefft Ihr ihn/sie später einmal wieder. Gerade wenn man schon einmal einen Link bekommen hat kann man das zum Vorteil nutzen.

Zusammengefasst: Persönlich siegt – Script verlieren

Juni
12

Da hat sich der Marco für von und mit SUMAG doch etwas schönes einfallen lassen. Passend zum Peter Fox Konzert in Berlin veranstaltet er ein SEOtreffen. Dazu bietet er ganze sieben (7) Freikarten für diejenigen, die als erstes einen Trackback auf seine Seite bzw. Artikel bringen.

Gerade Peter Fox scheint es vielen SEOs angetan haben zu haben und daher ist es wohl ein interessanter Ansatz für einen mini Linkbait. Vielleicht hätte er noch dazuschreiben sollen, dass Tickets die bis zum xx.xx.2009 nicht abgeholt werden entsprechend an den nächsten Trackbacker gehen. Somit bleibt die Sache für die die als 8., 9. oder 10. backtracken weiterhin interessant :)

Also stürtz Euch drauch und verlinkt fleißig: SEO Treffen bei Peter Fox in Berlin

Übrigens ein wirklich gutes und erfrischendes Design der Seite. Daher auf jeden Fall neben guten Content einen Besuch wert.

Juni
10

Jeder der sich mit Linkbuilding beschäftigt wird sich früher oder später fragen wie er an neue Links rankommt. Einer der möglichen Wege ist es einfach die ersten 10, 100 oder 1000 Treffer zum Keyword aus den SERPs anzuschreiben.

Gerade wenn man man in einer Nische optimiert ist dies einer der besten Wege, denn so sammelt man die Links seiner Mitbewerber. Wer ist wohl wichtiger, einer aus hundert oder der auf den die Hundert verlinken?

Nun braucht man (gerade in Deutschland) einen Anreiz für den Webmaster auch

reziproke-links

wirklich den Link zu setzen. Geld anbieten sprich den Link mieten wird nun der erste oder zweite Einfall sein. Der Andere ist es einen Link im Tausch anzubieten. Geld sollte immer der letztere Weg sein, denn 100*x Euro ist sicherlich eine Menge Geld. Gerade in unserer Nische :)

Aber, um auch wieder auf das Thema zu kommen, ist der reziproke (gegenseitige) Linktausch von Google nicht so gerne gesehen. Wer es also wirklich schafft 100 Links 1:1 zu tauschen wird nicht viel gewinnen. (Natürlich mehr als ohne Links) Also wäre es doch wesentlich geschickter, wenn man einen Link vom Mitbewerber bekommt und einen Link von einer anderen Seite zurückgibt.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man 2-3 zusätzliche Seiten aufsetzen und ganz offen kommunizieren, dass man die eingehenden Links auf die eine Domain möchte und dafür im Tausch Links von der anderen Domain bietet. Hierbei werden aber ,wiederum gerade in Deutschland, viele Webmaster misstrauisch und vermuten, auch wenn die Begründung plausibel ist, Schindluder. Zudem wird sich der Webmaster die Frage stellen, warum Ihr so arbeitet und das Ihr dann ja besser seid als die eigene Seite. Wahrscheinlich ist der Link damit auch gestorben.

reziproke-links-vermeiden

Hier kann man nun einen kleinen Trick nutzen wie der normale Webmaster seinen Link bekommt und Ihr trotzdem nicht reziprok verlinken müsst. So könnt Ihr z.B. einmal Eure Domain als .de und .com registrieren oder mit und ohne Bindestrich. Um es dem Webmaster einfach zu machen schickt Ihr ihm den fertigen Quellcode für Eure (wichtige) Seite. Die meisten gucken den Code an, sehen das er “sauber” ist und bauen ihn 1:1 ein. Natürlich müsst Ihr auch Euer Versprechen einhalten und dem Webmaster den Link einbauen. Dazu verlinkt Ihr von Eurer (geringwertigeren) Seite auf den Linkpartner.

Um das Ganze abzurunden könnt Ihr ihm noch den Link zu der Seite schicken auf der sich der Link befindet. Wer die Illusion nun noch perfekt machen will kopiert seine Seite 1:1 und baut auf der wichtigen Seite einen <span> der eben aussieht wie der Link auf der geringwertigeren Seite jedoch keiner ist ;) Zur Vermeidung des Dublicate Content kann man auf der geringwertigeren Seite verschiedene Methoder verwenden. Sei es der Einsatz von Bildern statt Texten, dem Metatag noindex oder das verzögerte Veröffentlichen von Inhalten. Erst die Wichtige Seite, später die 1:1 Kopie die es dann nicht mehr in den Index schafft.

Juni
3

Umgang mit Referenzen

Posted In: Allgemeines by SEOTom

Der Umgang mit Referenzen ist immer etwas schwierig. Man möchte zeigen, was man kann (also gemacht hat) aber natürlich immer nur das Beste. Es soll die Werbeunterstreichung sein. Das Aushängeschild für Qualität. referenzen1

Aber wer schon einmal auf (Werbe-)Agenturseiten gesurft ist wird feststellen, dass große Firmen wie Adidas, Siemens, Mercedes Benz, Du Pont und wie sie alle heißen bei fast jeder Agentur Kunde sind. Ist das denn so oder wird man hier eiskalt angelogen? Weder noch. Viele Konzerne vergeben Aufgaben in eigene (Teil-)Betriebe und Abteilungen um projektorientiert eine Aufgabe umsetzen zu lassen. Da kann es durchaus sein, dass Firma A mal ein halbes Jahr für Mercedes und danach ein Jahr für Du Pont arbeitet. Nebenbei wird ein Flyer für Adidas erstellt und TADA! fertig ist die Referenzliste. Natürlich werden wir lieber Adidas schreiben als “Adidas Finanz- und Vorsorge für alleinerziehnde Mütter GmbH”. Wir reden hier jedoch von einen Unternehmen mit über 100 Tocherunternehmen.

Bleibt also die Sache, dass wenn wir eine Firma ins Spiel bringen wollen, auch das passende Projekt genannt werden sollte. Genau hier kriegt dann der SEO Bauchschmerzen, denn warum sollte man genau sagen was man für wen gemacht hat? Was sagt auch Tante Google dazu, wenn wir erzählen welche Projekte evtl. nur durch uns gepuscht sind? Vor Google hätte ich im Whitehat Kundenbereich keine Angst, aber meiner Konkurrenz muss ich nicht wirklich alles sagen ;)

Ein weiterer Fallstrick ist die Vielfältigkeit. Viele Entscheider kann man aktiv bei Referenzen begeistern, wenn viele völlig unterschiedliche Dinge dargestellt werden. Natürlich müssen alle dennoch ein Top-Niveau entsprechen. Aber wer nicht gerade in einem Konzern zu Hause ist sondern eher im 1-10 Mann Betrieb KANN das gar nicht leisten. Viele Referenzen immer nach dem gleichen Muster, oder viele verschiedene Projekte für immer die gleichen Kunden schrecken aber meistens ab. Sie werfen Fragen auf wie “Kann der nur das?”, “Hat der nur die 2 Kunden?”. Diese werden nicht einmal laut ausgesprochen sondern sind in der Regel ein indirekt Entscheidungsprozeß.

Aus diesen Gründen kann Weniger manchmal wirklich mehr sein. Was spricht zum Beispiel dagegen zu veröffentlichen, dass man auf Wunsch gerne einen Kontakt zu bestehenden Kunden herstellt? Natürlich müssen das die Kunden dann auch wollen. Oder man zeigt ein paar ausgewählte Referenzen in einem ersten Treffen und verliert ein paar Worte dazu. Auch “anonymisierte” Kundenmeinungen helfen oft ein gewisses Vertrauen zu transportieren. Mit 1-2 Sätzen einer realen Person wirkt eine “… alleinerziehnde Mütter GmbH” auch ganz anders als nur das Logo.

Daher ruhig mal die aktiven Kunden fragen, ob man eine “Stimme” für die Webseite bekommt oder man einen Kontakt herstellen darf, wenn der eigene Kunde fragt. In der Regel sind Eure Kunden auch dazu bereit. Wenn Ihr gute Arbeit abgebt sind die Kunden von Euch überzeugt und empfehlen Euch weiter. Da ist es meist nur eine schnelles “JA, na klar!” auf die Frage “Dürfte ich Sie als zufriedenen Kunden nennen, wenn ein Kunde danach fragt? Würden Sie dem das auch bestätigen?” Und machen wir uns doch nichts vor: Der Kunde fühlt sich geschmeichelt ;) Daher ist es für beide eine Win-Win Situation und keine Werbemaßnahme ist effektiver als die direkte Empfehlung.

Mai
22

Manchmal wundere ich mich wie manche Twitterer Follower “sammeln”. Immer öfter liest man davon, dass jemand Follower sucht oder ein Tool vorstellt mit dem man mehr Follower generieren kann. 100 Follower mehr am Tag oder 2500 Follower im ersten Monat als EBooks sind keine Seltenheit mehr. Auch “Marketingkampangen” werden nun so auf Twitter ausgelegt. Es müssten Werbebotschaften auf x-tausend User abgeladen werden.

Liebe Strategen und Freunde des oldschool Marketing: So funktioniert Twitter nicht!

Selbstverständlich kann ich ein Script nehmen, welches pro Minute 100 neuen Profilen folgt und davon vielleicht 1% ein Autofollow generieren. Dann hab ich am Ende des Tages vielleicht auch 1440 Nutzer die dem Spam Profil folgen. Aber lesen diese das auch? Nö! Und warum nicht? Weil sie Euch nicht aktiv beachten, denn sonst hätten Sie Euch nicht gefollowt. Dafür nervt Ihr nun das System mit lästigen Werbebotschaften die keiner lesen will.

Twitter kann man nur sozial nutzen. Legt Euch also ein Profil an und startet Aktionen. Bringt die Menschen dazu das sie Euch aktiv von sich aus folgen. Streut hier und da mal einen guten Tip ein und bieten Ihnen einen Mehrwert. Dann werden Eure anfangs wenige Follower Euch auch weiterempfehlen und erst dann habt Ihr Erfolg.

Die Web 1.0 Werbebotschaft wird vielleicht noch der ein oder andere Follower lesen, aber trackt Ihr Eure Links? Wenn man sich den Spaß macht und mal ein paar Tausend neue Follower auf sein Profil “zieht” um denen einen Link mitzugeben wird man ernüchtern feststellen, dass eine Zeitungsanzeige mehr bringt (einstellige Klickraten).

Wer Twittert nutzt kennt zumindest das Internet schon ein wenig und wird sehr wahrscheinlich. Diese Leute wollen nicht noch mehr Spam. Sie wollen nicht auf “kostenlose Produktsuche unter http….” klicken. Sie wollen keine “jetzt mit Twitter Geld verdienen” lesen.

Wer also mit Twitter Geld verdienen möchte sollte dem Benutzer einen Mehrwert bieten können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig und vorallem einfach. Nur muss man sich eben von der Marketingstrategie “Email-Spam wird doch gelesen” lösen.