Gestern bin ich auf ein wirklich gutes Beispiel für eine virale Kampange gestoßen, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte. Unter http://www.megawoosh.com findet Ihr die Webseite des Projekts. Ganz klar werden hier ja auch kommerzielle Interessen verfolgt, aber mit der Art und Weise wirkt das Ganze sympathisch und persönlich. Es ist der Bruno der Dir die Welt erklärt und eine persönliche Beziehung aufbaut und sein Vorhaben erklärt.
Das Ziel ist es so gesehen eine Wasserrutsche zu bauen und zu betreiben, die es sonst bisher nicht gibt. Hierfür braucht man natürlich entsprechende Investoren und vorallem echtes Geld. Nun ist das bisher nicht spektakulär und viele haben solche Gespinnste. Den Höhepunkt und damit Auslöser zum viralen Erfolg, denn das wird er bestimmt, hat er zur Zeit mit folgendem Video gelegt:
Begleitet wird dies durch seine Webseite unter einem einprägsamen Namen mit der Möglichkeit über Email, Twitter, Digg und vielem mehr dieses Video zu verbreiten. Natürlich auch auf YouTube, wie ich es hier eingebunden habe, was eine eigene Zielgruppe anspricht und zudem Bandbreite spart. Da dieses Experiment wirklich atemberaubend ist wird es sich schnell im Web verbreiten und es ist in meinen Augen nur eine Frage von wenigen Wochen, wann es im TV zu sehen ist. Neben kleinen Reportagen, schlechten NewsNachrichtensendern, den “Fake Checks” und “Videoportal”-Sparten wird es den Sprung in die Printpress haben und eine Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zudem sammelt es eine Menge Links ein, was ideal für eine künftige Plattform des Betreibers der Anlage ist.
Wenn Ihr also Marketing macht, so sieht ein sehr gutes Beispiel aus.
Aktuell “kennt” Google Megawoosh noch nicht und findet gerade mal 525 Treffer. In wohl sehr kurzer Zeit wird sich das auf “einige” Tausend erhöhen. Warten wir es mal ab:
Manchmal wundere ich mich wie manche Twitterer Follower “sammeln”. Immer öfter liest man davon, dass jemand Follower sucht oder ein Tool vorstellt mit dem man mehr Follower generieren kann. 100 Follower mehr am Tag oder 2500 Follower im ersten Monat als EBooks sind keine Seltenheit mehr. Auch “Marketingkampangen” werden nun so auf Twitter ausgelegt. Es müssten Werbebotschaften auf x-tausend User abgeladen werden.
Liebe Strategen und Freunde des oldschool Marketing: So funktioniert Twitter nicht!
Selbstverständlich kann ich ein Script nehmen, welches pro Minute 100 neuen Profilen folgt und davon vielleicht 1% ein Autofollow generieren. Dann hab ich am Ende des Tages vielleicht auch 1440 Nutzer die dem Spam Profil folgen. Aber lesen diese das auch? Nö! Und warum nicht? Weil sie Euch nicht aktiv beachten, denn sonst hätten Sie Euch nicht gefollowt. Dafür nervt Ihr nun das System mit lästigen Werbebotschaften die keiner lesen will.
Twitter kann man nur sozial nutzen. Legt Euch also ein Profil an und startet Aktionen. Bringt die Menschen dazu das sie Euch aktiv von sich aus folgen. Streut hier und da mal einen guten Tip ein und bieten Ihnen einen Mehrwert. Dann werden Eure anfangs wenige Follower Euch auch weiterempfehlen und erst dann habt Ihr Erfolg.
Die Web 1.0 Werbebotschaft wird vielleicht noch der ein oder andere Follower lesen, aber trackt Ihr Eure Links? Wenn man sich den Spaß macht und mal ein paar Tausend neue Follower auf sein Profil “zieht” um denen einen Link mitzugeben wird man ernüchtern feststellen, dass eine Zeitungsanzeige mehr bringt (einstellige Klickraten).
Wer Twittert nutzt kennt zumindest das Internet schon ein wenig und wird sehr wahrscheinlich. Diese Leute wollen nicht noch mehr Spam. Sie wollen nicht auf “kostenlose Produktsuche unter http….” klicken. Sie wollen keine “jetzt mit Twitter Geld verdienen” lesen.
Wer also mit Twitter Geld verdienen möchte sollte dem Benutzer einen Mehrwert bieten können. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig und vorallem einfach. Nur muss man sich eben von der Marketingstrategie “Email-Spam wird doch gelesen” lösen.